Christoph Chorherr, Sibylle Hamann und Nikolaus Kowall sprechen über die Zukunft der bedrohten Demokratie und darüber, warum viele Menschen das Gefühl haben, dass „alles den Bach hinuntergeht“. Dabei geht es um strukturelle Blockaden des politischen Systems, die Rolle von Parteien und Medien sowie um die Anziehungskraft autoritärer und spektakelorientierter Politik. Podcast: Ganz offen gesagt
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Nikolaus Kowall zu Gast im Wiener Geschichte-Podcast Geschichtsgreißlerei. Dabei geht es um die Globalisierung Österreichs während der letzten Jahrzehnte und um die Chancen, raus zu kommen aus der Globalisierungsfalle. Podcastfolge: Keine Insel der Seligen
Österreich hat 2024 seinen Stromverbrauch bereits zu 94 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt. Das zeigt: Die Energiewende ist keine ferne Vision mehr, sie passiert – hier und jetzt. Gleichzeitig haben wir boomende Cluster im Bereich der Kreislaufwirtschaft und immer mehr Zulieferer bauen Komponenten für E-Autos. Europa kann Transformation. Aber es gibt noch einige Baustellen. […]
Wenn alle Menschen auf der Welt so viele Ressourcen verbrauchen würden wie ein typischer Mensch in Österreich, dann bräuchten wir fast drei Erden. Unsere Art zu wirtschaften stößt an planetare Grenzen – und zwar längst. Aber: Kann unser Ressourcenverbrauch sinken, ohne dass wir verarmen? Die größten Brocken unseres Ressourcenverbrauchs betreffen Wohnen und Mobilität. Gemeinsam verursachen […]
CO₂ ist nicht nur Abgas, sondern Rohstoff: Wird es abgeschieden und mit grünem Wasserstoff zu Kunststoff verarbeitet, entsteht aus Abgas ein Wertstoff. Eine CO₂-Flasche verursacht nur ein Drittel der Emissionen einer herkömmlichen Flasche aus Erdöl. Ein großer Schritt zur nahezu CO₂-freien Kunststoffindustrie.
Die Stahlerzeugung ist die größte CO2-Schleuder unter allen Industriebranchen. Doch es gibt gute Nachrichten: Seit 2021 gibt es ein emissionsfreies Verfahren der Stahlerzeugung mittels Wasserstoffs. Dafür braucht es aber große Mengen grünen Strom. Somit ist die Energiewende der Knackpunkt für eine CO2-freie Stahlerzeugung.
Über 90% der 2024 neu errichteten Stromkapazitäten entfielen weltweit auf erneuerbare Energien. Obwohl die Entwicklung in China aktuell am dynamischsten ist, ist die EU, wo 50% des Stroms aus Erneuerbaren kommt global am weitesten fortgeschritten. Diese Entwicklung sollten wir nicht bremsen, sondern abfeiern und vorantreiben.
Klimapolitik, Energiewende oder die Transformation der Wirtschaft lassen sich ohne physikalische Basiskenntnisse nicht mehr verstehen. Besonders hilfreich ist das Konzept des Wirkungsgrads. Also wieviel von der eingesetzten Energie wird dann auch in Wärme, Strom oder Bewegung umgewandelt? Ein Tipp für die Wirtschaftspolitik: Die neuen Energiesysteme sind physikalisch extrem effizient.
Erneuerbare Energien sind günstiger im Bau, benötigen weniger Personal und kommen ohne Brennstoffe aus. Zwar erfordern sie Speicher, Backup-Systeme und ein ausgebautes Netz – doch Studien zeigen: Ihre Vorteile überwiegen klar, ökologisch wie ökonomisch.
Nirgendwo in Europa ist die Energieversorgung so zentralistisch wie in Frankreich: wenige Großstandorte, Millionen Kund:innen – das Ergebnis jahrzehntelanger Industriepolitik von oben nach unten. Deutschland hingegen setzte auf Dezentralität und verteilte Risiken breiter. Heute ist die deutsche Industrie weit wettbewerbsfähiger. Hat Frankreichs Atom-Monostrategie seiner Wirtschaft langfristig geschadet?
Frankreich deckt 70 % seines Stroms mit Atomkraft – angeblich billig, in Wahrheit teuer. Der Bau der 56 Reaktoren war massiv staatlich subventioniert, für den komplizierten Rückbau und die Endlagerung von Uran fehlt Geld, der Stromkonzern EDF musste notverstaatlicht werden. Warum der günstige französische Atomstrom ein Mythos ist.
Atomenergie gilt oft als klimafreundliche Lösung. Doch die Realität zeigt: Sie ist teuer, langsam und unflexibel. Neue Reaktoren kosten ein Vielfaches des Geplanten, kleine modulare Reaktoren bleiben Theorie – und als Backup für Sonne und Wind taugt Atomkraft nicht. Warum die Zukunft den Erneuerbaren gehört – und wieso Atomstrom weltweit an Bedeutung verliert.
In dem angenehmen Gespräch gings um die Themen Skifahren, die Klimakatastrophe, die ökologische Transformation und Kreislaufwirtschaft. Und das es gar nicht so hoffnungslos ist.
Im Kreiskyforum durfte ich mit Robert Misik über mein Buch diskutieren. Auf YouTube gibt es dazu eine Aufzeichnung: https://youtu.be/aKbSjPDh2bw?t=617
Meine zentrale Botschaft gegen den grassierenden Kultur-Pessimismus: Die ökologische Transformation ist kein Abbauprojekt, sondern ein Aufbauprojekt! https://www.umweltdialog.de/de/Gesellschaft/Politik/2024/Geht-es-uns-ohne-Globalisierung-besser.php
Im Simplecast: Ganz Offen Gesagt spreche ich mit Georg Renner über direkte Demokratie in Parteien und den „Tunnelblick“ in der Spitzenpolitik.
Bei Radio ORANGE wurde ich darüber befragt, warum die Führungsdebatte der SPÖ überhaupt öffentlich geführt wird und was ich in meinen „72 Stunden Spitzenpolitik“ in Österreich gelernt habe.
Inwiefern haben die Pandemie und der Krieg zu einem Umdenken in Bezug auf die Segnungen der Globalisierung geführt? Sollte die geopolitische Situation genützt werden, um den Freihandel der EU mit den USA und Südamerika zu vertiefen? Im Rahmen eines Vortrags für die Arbeiterkammer Kärnten habe ich darauf hingewiesen, dass wir das Gegenteil brauchen: De-Globalisierung, Fokus […]
Die Krisen der letzten Jahre haben etwas in Bewegung gebracht. Die Einigung auf EU-Standards beim Mindestlohn 2022, die Einigung auf eine globale Mindestbesteuerung für Unternehmen 2021 und die Reaktion auf die Pandemie mittels eines Wiederaufbaufonds anstelle von Sparpolitik 2020, lassen auf eine Zeitenwende auch im Bereich der Wirtschaftspolitik hoffen. Kürzlich hatte ich die Gelegenheit bei […]
Auftritt bei pro und contra
Bei der Diskussionssendung „Pro und Contra“ auf Puls 4 habe ich vier zentrale Argumente gemacht, die hier in Kurzvideos nachgesehen werden können. 1. Der westeuropäische Wohlfahrtsstaat kostet deshalb mehr, weil er viel mehr leistet als ein Staat, wo Pensions- oder Krankenversicherung privat bezahlt werden müssen. 2. Die Vermögenden in Österreich werden extrem geschützt. Stattdessen werden […]
In Kreiskys Wohnzimmer
Gespräch mit dem Präsidenten des Bruno-Kreisky-Forums Rudolf Scholten über das Verdienst der junge Klimabewegung den Klimawandel ins Zentrum der politischen Diskussion gebracht zu haben, darüber wieso die Lösung der ökologischen Frage nur mit einer radikalen sozialen Agenda geht und weshalb Norwegen ein guter Orientierungspunkt für Visionen ist. Dort ist nicht nur der Wohlfahrtsstaat stark ausgebaut, […]
Auftritt bei Links.Rechts.Mitte
Bei einer Diskussion auf Servus-TV habe ich dargelegt, wieso Umverteilung das beste Mittel ist um in Zeiten von Inflation den Lebensstandard von Geringverdienenden abzusichern.
Scheuba fragt nach … bei Niki Kowall
Florian Scheuba hat auf dem Falter-Podcast mit mir geplaudert. Die Themen: Wieso ein Spitzenkandidat Doskozil auf Bundesebene für mich eine rote Linie ist, wieso das gute Corona-Management der Stadt Wien auf die sozialdemokratische Idee einzahlt und was gegen Medienkorruption zu tun wäre. Hier geht’s zum Podcast.
In den USA leitet Präsident Biden mit großen staatlichen Infrastrukturprogrammen die größte wirtschaftspolitische Wende seit Jahrzehnten ein. Auch in der EU scheint der alte Neoliberalismus ausgedient zu haben, wie die Einigung auf die erste europäische Staatsanleihe zeigt. In Deutschland hat sich die SPD vor zwei Jahren wirtschaftspolitisch neu aufgestellt: Weg mit der Schuldenbremse, her mit […]
Die Verlagerung des LKW-Werks von MAN nach Polen ist ein Beispiel für ruinösen Unterbietungswettbewerb. In einem Vortrag für die Arbeiterkammer Oberösterreich argumentiert Nikolaus Kowall, dass übernationale Regulierung das wirksamste Instrument ist, um diesen Standortwettbewerb zu unterbinden. Der wichtigste politische Körper in der Auseinandersetzung zwischen Demokratie und Kapital ist auch österreichischer Perspektive die Europäische Union.
Nikolaus Kowall zum Thema Wettbewerbsfähigkeit mit dem Präsidenten der Arbeiterkammer Oberösterreich Johann Kalliauer. Tenor: Die Kosten spielen für die Wettbewerbsfähigkeit von Exportunternehmen eine untergeordnete Rolle. Um einen ruinösen Wettbewerb aber generell zu verhindern ist es wichtig, die Unterbietung der Standorte durch politische Regulierung zu unterbinden.
Nikolaus Kowall als Experte bei der SPD-Online-Konferenz:“In die neue Zeit – Arbeitswelten“ mit Arbeitsminister Hubertus Heil und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Die zwei Statements von Nikolaus Kowall sind hier und hier.
Die „Boomer“ haben in den 1990er-Jahren den prinzipiellen Gestaltungsanspruch der Demokratie zurückgeschraubt haben und die Politik der Marktlogik untergeordnet haben.
Der Rechtspopulismus macht der Bevölkerung weis, dass ein „Zurück zum Nationalstaat“ die Kräfte der Globalisierung bändigen und den „kleinen Mann“ schützen kann. Doch die einzige realistische Perspektive die Globalisierung zu zähmen ist eine andere: Indem man die wirtschaftliche Freiheit, die es auf internationaler Ebene gibt, auch international politisch nachreguliert – begonnen bei einer EU-Sozialunion. Das […]
Was hat die nationale Demokratie gegenüber einer internationalen Wirtschaft überhaupt noch zu melden? Vortrag für junge Gewerkschafter/innen beim Kongress Jugend.Politik.Betrieb der SPD . Die Demokratie hat den Kapitalismus im 20. Jahrhundert mit Hilfe des Nationalstaats gezähmt. Diese Zähmung wurde durch die Globalisierung deutlich gelockert. Um den Kapitalismus erneut zu zähmen reicht der Nationalstaat nicht mehr, […]
Stellungnahme für Esken/Nowabo
Ein Statement von Nikolaus Kowall zur Unterstützung der Kandidatur des Teams von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans für den SPD-Parteivorsitz:
Interview mit Nikolaus Kowall im “Journal am Morgen” auf SWR 2 zu den sozialen Krisen in Europa und was die EU dagegen tun kann.
Nikolaus Kowall auf kontrast.at zu den neoliberalen Wirtschaftsprogrammen von ÖVP und FPÖ vom 10. Oktober 2017
Video mit Nikolaus Kowall auf kontrast.at zum Rechtspopulismus in der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und in der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ).
Über die Erbschaftssteuer
Video mit Nikolaus Kowall auf kontrast.at zum Thema Erbschaftssteuer.
Podcast mit Nikolaus Kowall auf der Plattform Ganz offen gesagt zum österreichischen Nationalratswahlkampf 2017.
Vortrag von Nikolaus Kowall zum Thema Rechtspopulismus, Identität, soziale Frage und Demokratie im Rahmen der Formatreihe Forum soziale Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Köln. Im Anschluss an den Vortrag gab es noch eine Diskussion mit Dr. Jasmin Siri, Universität Bielefeld und Dr. Wolfram Eilenberger, Chefredakteur Philosopie Magazin.
Vortrag von Nikolaus Kowall bei der Sektion 8 in Wien zum Thema Rechtspopulismus sowie anschließende Diskussion mit den AktivistInnen.
Keynote von Nikolaus Kowall auf dem Workshop Plurale Ökonomik in Berlin zum Thema wie rechtspopulistische Parteien soziale Fragen programmatisch aufgegriffen haben.
Wortmeldung von Nikolaus Kowall auf dem Bundesparteitag der SPÖ 2014
Ein Beitrag von Nikolaus Kowall zur programmatischen Entwicklung der historischen Grundsatzprogramme der SPÖ – erstellt für das Museum zum Einigungsparteitag der SPÖ 1889, das am 25. Oktober 2014 in Hainfeld eröffnet wurde.
Video mit Nikolaus Kowall über die ÖVP zum Anlass der Nationalratswahl 2013.
Die SPÖ als ‘Kampfzone’
Interview des Göttinger Instituts für Demokratieforschung mit Nikolaus Kowall zur Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ).
Gegen den Fiskalpakt
Rede von Nikolaus Kowall am Landesparteitag der SPÖ Wien gegen die Schuldenbremse, die im Rahmen des Europäischen Fiskalpakts implementiert wurde.
Gegen das kleine Glücksspiel
Rede von Nikolaus Kowall zum Verbot des kleinen Glückspiels am Landesparteitag der SPÖ Wien 2011.