Kategorien
Transformation Blog

Nie wieder Öl- und Gaskrise

Seit sich die Irankrise zuspitzt steigt der Ölpreis. Die Sperrung der Straße von Hormus könnte die Situation eskalieren, auch in Bezug auf LNG-Gas. Das führt zu einer reinen Umverteilung: Europäische Konsument:innen und die heimische Industrie zahlen mehr an Öl-Multis. Deren Profite explodieren was sie noch mächtiger und einflussreicher macht. Sie tun jetzt schon alles, um ihr Geschäftsmodell gegen die Gefahr erneuerbarer Energien zu verteidigen.

Die steigenden Preise fossiler Energie bedeuten aus europäischer Sicht also einen direkten Abfluss von Kaufkraft und eine Verringerung des Wohlstands. Wir spüren das in Form einer Teuerung. Regierungen können diese Teuerung besser oder schlechter eindämmen. Sie können, wenn sie es gut machen, so genannte Zweitrundeneffekte verhindern (also dass sich die Inflation verselbstständigt) und die negative Verteilungswirkung für einkommensschwächere Gruppen abfedern. Aber das ist nur eine Bekämpfung der Symptome, nicht der Ursachen.

Beim Thema Energie muss man an die Wurzel gehen, also radikal sein im wahrsten Sinne des Wortes sein. Jedes Windrad verringert den Bedarf an Strom aus Gaskraftwerken, jedes E-Auto den Bedarf an Öl, jede Wärmepumpe die eine Öl- oder Gasheizung ersetzt verringert den Bedarf von einem von beiden. Jeder Liter Öl und jeder Kubikmeter Gas den wir gar nicht erst brauchen, vermindert die preissteigende Wirkung von Energiekrisen. Das bedeutet weniger Wohlstandsverlust, weniger Abhängigkeit von Öl-Multis & Diktaturen und mehr Klimaschutz. Energiewende = ökonomisch-politisch-ökologisch win-win-win.

Entdecke mehr von Nikolaus Kowall

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen